Am 8. Dezember 1969 wurde im Saal "Heerwiese" die Turn-und Sport-Gemeinschaft Wehberg ins Leben gerufen. Der Aufruf dazu war durch die Interessengemeinschaft der Wehberg- Bewohner erfolgt. Deren 1. Vorsitzender, Ratsherr Dr. Fritz Vogt, hatte sich schon bei den Beratungen über die Errichtung der Grundschule für den Bau einer Turnhalle ausgesprochen. "Ich verpflichte mich, auch einen Turnverein zu gründen." Nach deren Genehmigung  fassten er, Kurt Bechtel und Heinrich Caspari den Entschluss, das Unternehmen zu starten.Bei der Stadt erweckte unser Vorhaben zunächst keine Begeisterung - damals wollte man in Lüden- scheid den Sport konzentrieren und an möglichst wenige Vereine binden; es gab zahlreiche Fusionen. Man hat uns, sogar schriftlich, nahegelegt, uns einem anderen Verein anzuschließen. Auch bei uns war es nicht von vornherein klar, ob wir einen eigenen Verein gründen sollten. Sportamtsleiter Nießen, bei dem wir vorsprachen, sagte uns: "Doch, doch, sie werden!"

Er hatte Recht mit seiner Befürchtung. Rückschauend muss man feststellen, dass unsere Entscheidung richtig war. Wie sonst hätten sich hier Einsatzfreude und Gemeinschaftssinn so entwickeln können?

Es waren 57 Versammlungsteilnehmer, die mit dem  Beschluss zur Gründung ihre Mitglied- schaft in dem neuen Verein bekundeten. Mit der von Heinrich Caspari erarbeiteten Satzung beschloss die Versammlung auch den Vereinsnamen und die Vereinsfarben Weiß-Rot. Damit sollte bekräftigt werden, dass man sich sowohl als Wehberger als auch unserer Stadt verbun- den fühlte, mit der zusammen man damals um die Lösung der Probleme des Stadtteils zu kämpfen hatte. Und es wurde auch ein Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender Dr. Fritz Vogt ( + ), Stellvertreter Friedel Kaidel und Heinrich Caspari, Kassenwart Peter Schnorrenberg ( + ), Schriftführerin Mia Budde, Hauptsportwart Wolfgang Baudis ( + ). Aus der Versammlung meldeten sich als Übungsleiter(innen) Ilse Lamprecht und Irmtraut Janota (Turnen für Frauen und Kinder), Lilo Rollfing (Tu. Mutter-und-Kind). Mit Günter Guse gewann die TSG alsbald einen erfahrenenTrainer, der leider viel zu früh, schon 1971, verstarb. Eine Überraschung war es, dass sich mit ihrem Sprecher Gerhard Gruß auch Freunde des Tischtennissportes  anmeldeten.

Der Sportbetrieb wurde am 19.1.1970 aufgenommen. Die Stadt gewährte dem jungen Verein zunächst 12 Übungsstunden, je 6 montags und donnerstags. Je 2 dienstags und mittwochs kamen alsbald hinzu. Die übrige Zeit stand dem TuS Grünewald zu. Als sich aber nach 8 Wochen bereits über 300 Mitglieder angemeldet hatten, mussten uns nach und nach weitere Übungszeiten eingeräumt werden. Ab dem 2. Halbjahr 1971 konnte das vorläufig volle Programm mit 26 Übungsstunden durchgeführt werden. Am Ende dieses Jahres hatte die TSG 514 Mitglieder, ein Jahr später waren es 586. Besonders der Zuspruch durch die Frauen war riesengroß.